Neuzugänge der letzten 30 Tage.

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Originelle Gedanken aber kann ich nur dann haben, wenn ich mich von dem Gelernten freimache und nicht nach Mode oder Brauch handele.

Wilhelm Weber-Brauns (1883 - nach 1922), deutscher Zahntechniker und Schriftsteller

Quelle: Weber-Brauns, Satiren, Aphorismen und Nachdenkliches, 1919

Handlungen sind nur die Monumente des Gefühls.

Fanny Baronin von Wilamowitz-Möllendorff (1819 - 1889), geb. von Heinen, ihre Tochter Helene Gräfin von Waldersee veröffentlichte einige ihrer nachgelassenen Aphorismen in dem Aphorismenband "Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen" (1908)

Quelle: Waldersee, Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen, 1908. Aus: Einige Perlen aus dem reichen Gedankenschatze meiner Mutter. (Anhang)

Ideale zu verfolgen, macht das Leben menschlich. Ihre Erfüllung zu erzwingen, macht es unmenschlich.

© Ernst Reinhardt (*1932), Dr. phil., Schweizer Publizist und Aphoristiker

Quelle: Reinhardt, Woher? - Wohin?, Friedrich Reinhardt Verlag 2021

Und ob dir auch Dein schönster Traum gefalle,
und alle Träume, die vorübergehn, –
das Leben, wenn wir es nur recht verstehn,
das Leben kommt und übertrifft sie alle.

Rainer Maria Rilke (1875 - 1926), eigentlich René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke, österreichischer Erzähler und Lyriker; gilt als einer der bedeutendsten Dichter der literarischen Moderne

Quelle: Rilke, Gedichte

Eine halbe Wahrheit verdeckt eine ganze Lüge.

© Walter Jakoby (*1958), Wissenschaftler, Manager und Autor

Quelle: Jakoby, Später beginnt heute, 2017

Was befriedigt mehr: Ein vollendetes Werk schaffen oder etwas ins Leben rufen, das weitergeht?

© Ernst Reinhardt (*1932), Dr. phil., Schweizer Publizist und Aphoristiker

Quelle: Reinhardt, Woher? - Wohin?, Friedrich Reinhardt Verlag 2021

Alle Dinge sind bereits gesagt; aber da niemand zuhört, müssen wir immer wieder von vorne anfangen.

André Gide (1869 - 1951), André Paul Guillaume Gide, franz. Schriftsteller, Nobelpreis für Literatur 1947

Quelle: Gide, Traktat vom Narziß. Theorie des Symbols (Traité du Narcisse: Théorie du symbole), 1891. Übers. Aphorismen.de