1579 Zitate und 38 Gedichte deren Autor/Quelle 'Nietzsche' enthält.

Das Gute ist leicht. Alles Göttliche läuft auf zarten Füßen.

Friedrich Nietzsche (1844 - 1900), Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, Nietzsche contra Wagner, 1888

Es kommt mir alles tot vor, wo ich nicht Musik höre.

Friedrich Nietzsche (1844 - 1900), Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, F., Briefe. An Franziska Nietzsche, 27.4.1863

Ein tiefer Mensch braucht Freunde, es wäre denn, daß er seinen Gott noch hat.

Friedrich Nietzsche (1844 - 1900), Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, F., Briefe. An Elisabeth Nietzsche, 8.7.1886

Alt werden und einsam werden scheint dasselbe, und ganz zuletzt ist man wieder nur mit sich zusammen und macht andre durch unsern Tod einsamer.

Friedrich Nietzsche (1844 - 1900), Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, F., Briefe. An Franziska Nietzsche, 21.9.1873

Daß man aber eigentlich nur unter Gleichgesinnten, Gleichgewillten gedeihen kann, ist mein Glaubenssatz.

Friedrich Nietzsche (1844 - 1900), Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, F., Briefe. An Elisabeth Nietzsche, 20. Mai 1885

Es scheint mir, daß ein Mensch, bei dem allerbesten Willen, unsäglich viel Unheil anstiften kann, wenn er unbescheiden genug ist, denen nützen zu wollen, deren Geist und Wille ihm verborgen ist.

Friedrich Nietzsche (1844 - 1900), Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, F., Briefe. An Elisabeth Nietzsche, Mitte März 1885

Diese verfluchten Antisemiten-Fratzen sollen nicht an mein Ideal greifen!!

Friedrich Nietzsche (1844 - 1900), Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, F., Briefe. An Elisabeth Nietzsche, Ende Dezember 1887 (Entwurf)

I

Mein Herz ist wie ein See so weit
drin lacht dein Antlitz sonnenlicht
in tiefer, süßer Einsamkeit,
wo leise Well’ an Well’ sich bricht.

Ist’s Nacht, ist’s Tag? Ich weiß es nicht.
Lacht doch auf mich so lieb und lind
dein sonnenlichtes Angesicht,
und selig bin ich wie ein Kind.

II

Es ist der Wind um Mitternacht,
der leise an mein Fenster klopft.
Es ist der Regenschauer sacht,
der leis an meiner Kammer tropft.

Es ist der Traum von meinem Glück,
der durch mein Herz streift wie der Wind.
Es ist der Hauch von deinem Blick,
der durch mein Herz schweift regenlind.

III

Einsam durch den düsterblauen
nächt’gen Himmel seh’ ich grelle
Blitze zucken an den Brauen
schwarzgewölbter Wolkenwelle.
Einsam loht der Stamm der Fichte
fern an duft’ger Bergeshalde.
Drüber hin im roten Lichte
zieht der fahle Rauch zum Walde.
In des Himmels fernes Leuchten
rinnt der Regen zart und leise,
traurig, schaurig, eigner Weise. –

In deinen tränenfeuchten
Augen ruht ein Blick,
der schmerzlich, herzlich
dir und mir verwehte Leiden,
verlorne Stunden und zerronnen Glück
zurückrief beiden. –

IV

In stillen Stunden sinn’ ich oft,
was mir so sehnlich bangt und graut,
wenn unvermerkt und unverhofft
ein süßer Traum mich übertaut.

Weiß nicht, was ich hier träum’ und sinn’,
weiß nicht, was ich noch leben soll;
– und doch, wenn ich so selig bin,
schlägt mir mein Herz so sehnsuchtsvoll.

Friedrich Nietzsche (1844 - 1900), Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, Lieder, 1862