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in den letzten 10 Tagen

Ausgebrannt
(Burn Out)

Du bist von dir nur noch ein Schein.
So müde wirkt dein Gang.
Und musst ein Übermensch doch sein;
das Tagwerk ist so lang, so lang.

Abgetaucht die Illusionen
in eine finst’re ferne Welt,
wo alle Farben längst schon wohnen
und niemals sie ein Licht erhellt.

Willst und kannst nicht mehr beginnen,
was ja doch kein Ende hat.
Rennst und eilst fast wie von Sinnen
auf einem ganz, ganz schmalen Grat.

Unendlich viele Hände suchten
dich zu zerren ohne Halt.
Ringsum felsig steile Schluchten
und dir ist kalt, so kalt, eiskalt.

Du weißt, dein eig’nes Leben läuft
längst einen völlig ander’n Steg.
Ein riesig Muss ist angehäuft
und du willst weg, nur weg, weit weg.

Wagst schnell mal einen Schritt zur Seite,
willst einmal nur du selber sein!
Vor dir liegt blühend schöne Weite,
du mittendrin, allein. Allein!

Doch bitten tausend schwache Augen
und weichen auf dein festes Ziel.
Die großen Schritte noch nicht taugen,
denn hinter dir liegt viel, so viel.

Noch läuft das Hamsterrad im Leeren.
So schön kann doch das Leben sein!
Momentaufnahme! Willst dich wehren
und steigst doch wieder ein, schnell ein.

Und es dreht sich Rund‘ um Runde
pflichtbewusst stets ohne Rast
die Maschine Stund‘ um Stunde
ungebremst voll Hast, voll Hast.

Stahlharte Hand hält dich gefangen,
lässt keinen Sonnenstrahl zu dir.
Soll etwas Blau ins Rad gelangen,
hält sie fest zu die Tür, die Tür.

Bis stille steht das runde Gitter.
Die Achse bricht. Nun bist du frei.
Schmeckt Freiheit süß? Schmeckt Freiheit bitter?
Zu spät gefragt, es ist vorbei.

Es gibt kein grenzenloses Geben
und selbst die größte, stärkste Hand,
die stets nur gibt ein ganzes Leben,
ist irgendwann auch ausgebrannt.

© Gabi Künzel (*1964), Schriftstellerin

Die Bayern sind das ›Missing Link‹ zwischen den Österreichern und den Menschen.

Otto von Bismarck (1815 - 1898), Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen, ab 1865 Graf von Bismarck-Schönhausen, ab 1871 Fürst von Bismarck, ab 1890 auch Herzog zu Lauenburg, preußisch-deutscher Staatsmann und 1. Reichskanzler

Niemand kann alles haben, was er will; wohl aber kann er nicht wollen, was er nicht hat, und heiteren Sinnes genießen, was ihm beschert wird.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere, war ein römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 123. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924)

Wie derjenige denkt, der Dich verletzt, oder wie er will, dass Du denken sollst, so denke gerade nicht. Sondern sieh die Sache an, wie sie in Wahrheit ist.

Marc Aurel (121 - 180), römischer Kaiser und Philosoph, hieß bei Geburt Marcus Annius Catilius Severus; später Marcus Annius Verus; nach Adoption durch Kaiser Hadrianus: Marcus Aelius Aurelius Verus und nach Adoption durch Kaiser Antoninus Pius und als Kaiser: Marcus Aurelius Antoninus Augustus

Quelle: Marc Aurel, Selbstbetrachtungen (Τὰ εἰς ἑαυτόν), entst. vermutlich zwischen 170 und 180 n. Chr. In: Mark Aurel's Meditationen. Aus dem Griechischen von F. C. Schneider. Dritte verbesserte Auflage, Eduard Trewendt, Breslau 1875; hier in der gekürzten Übers. v. F. C. Schneider 1857

Die Wahrheit stirbt nicht in den Flammen.

Johannes (Jan) Hus (1370 - 1415 (in Konstanz auf dem Scheiterhaufen)), christlicher Reformer und Märtyrer