Aphorismus zum Thema: Schreiben, Schrift

Ich glaube, wer schreibt, hat immer mit einer Dissonanz zu tun. Manchmal ist sie zeitlicher Art: Man macht etwas langsamer oder schneller als die anderen […]. Wenn die Dissonanz nicht zeitlicher Art ist, so kann sie mit optischen Verzerrungen oder räumlich anderen Einschätzungen einhergehen. Wie bei Mutationen sind 99% davon nicht brauchbar oder geradezu schädlich.

© Elmar Schenkel

(*1953), Anglist, Autor, Übersetzer, Maler

Quelle: Schenkel, Die Stille und der Wolf. Essays,
persona verlag Lisette Buchholz 2014.
Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Verlags. IV. Äther